Ausgangssituation

Mit der zunehmenden Globalisierung vollzieht sich aktuell ein grundlegender Wandel der fachlichen Anforderungen an IT-Beschäftigte. Nicht mehr nur Produkte, sondern auch Dienstleistungen werden auf internationalen Märkten vertrieben und in internationaler Arbeitsteilung erstellt.
 
Die Mitarbeiter der T-Systems International sowie der IBM Deutschland sind im Kontext der Globalisierung mit tiefgreifenden Veränderungen ihrer Arbeitssituation und daraus resultierenden neuen qualifikatorischen Herausforderungen konfrontiert:
  1. Durch die Internationalisierung kommt es zu bedeutenden Veränderungen der Tätigkeitsfelder und Aufgabenzuschnitte der Beschäftigten in Deutschland.
  2. Zugleich wird Arbeit in globalen Bezügen für immer größere Teile der IT-Beschäftigten zur ‚Normalität’. Die Beschäftigten sehen sich dabei nicht nur der Herausforderung gegenüber, sich auf internationalem Parkett souverän bewegen zu können, sie müssen sich in ihren Unternehmen auch auf veränderte Prozesse, Produktphilosophien und technologische Paradigmen einstellen. Dazu gehört auch der Umgang mit neuen Vernetzungs-, Kooperations- und Kommunikationsmöglichkeiten wie z.B. „crowd sourcing“.
 
Ausgehend von der Überzeugung, dass Internationalisierung nur dann erfolgreich vorangetrieben werden kann, wenn die Beschäftigten entsprechend qualifiziert und motiviert sind, hat sich das Projekt IWP-IT zum Ziel gesetzt, die Beschäftigten über ihre Interessenvertretung über Branchenentwicklungen zu informieren und Ansatzpunkte zum Ausbau ihrer Kompetenzen aufzuzeigen. Dies setzt eine sozialpartnerschaftlich-kooperative Herangehensweise voraus. Nur so kann sichergestellt werden, dass sowohl die Interessen der Unternehmen an einer erfolgreichen Etablierung globaler Produktions- und Geschäftsmodelle als auch die Interessen der Beschäftigten an stabilen Perspektiven und beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten gleichermaßen realisiert werden können. In beiden beteiligten Unternehmen sind die hierfür notwendigen Voraussetzungen für eine Innovations- und Weiterbildungspartnerschaft gegeben: Die Qualifizierung der Mitarbeiter wird von den Interessensparteien als gemeinsame Verantwortung wahrgenommen - in beiden Unternehmen sind tarifvertragliche Regelungen zur Weiterbildung abgeschlossen worden.
(ggf. hier die Vereinbarungen als PDF einfügen)
 
Für eine erfolgreiche Umsetzung kommt der betrieblichen Interessenvertretung ein besonderer Stellenwert zu. Der Betriebsrat kann zentrale Branchentrends erkennen und entsprechende Weiterbildungsbedarfe ableiten.  Und nicht zuletzt kann er maßgeblich zur Teilnahmebereitschaft an Weiterbildungsmaßnahmen beitragen. Angesichts der Herausforderungen durch eine neue Phase der Globalisierung ist der Kompetenzaufbau bei den Betriebsräten in der IT-Branche daher von zentraler Bedeutung.